gesichtet – Das Portrait in der aktuellen Kunst

BBK-Jahresausstellung 2006

3.12.2006. – 7.1.2007

gesichtet – Das Portrait in der aktuellen Kunst

Eröffnung: Samstag, 2. Dezember 2006 um 19 Uhr

Begrüßung
Prof. Dr. Hans-Joachim Manske, Städtische Galerie Bremen

Grußwort
Jörg Kastendiek, Senator für Kultur

Einführung
Susanne Hinrichs, Galerie im Park, Bremen

Teilnehmende KünstlerInnen:
Norbert Bauer, Benjamin Blanke, Marion Bösen + Anja Fußbach, Cornelia Brader, Harald Busch, Tom Diekmann, Christiane Fichtner, Theresia Gerding, Herwig Gillerke, Eugenia Gortschakova, Elke Graalfs, Nicola Hanke, Ele Hermel, Sirma Kekec, Christian Meier-Kahrweg, Reinhard Osiander, Boris Reihle, Marina Schulze, Jette Slangerod, Sabine Straßburger, Unity Art Nabiha & Thom, Isabel Valecka, Antonio Velasco Munoz, Anette Venzlaff und Oliver Voigt.

Ausstellungsort:
Städtischen Galerie Bremen
Buntentorsteinweg 112
28201 Bremen

Unity Art Nabiha & Thom
Cornelia Brader
Anette Venzlaff

Dies Bildnis ist bezaubernd schön …“

Eine der bekanntesten und schönsten Arien aus Mozarts Zauberflöte beschreibt, wie sich Tamino singenden Fußes in das Bildnis des Fräulein Pamina verliebt. Dem Portraitisten dieses Konterfeis muss es gelungen sein, neben der körperlichen Ähnlichkeit auch das Wesen der jungen Frau auf eindrücklichste Weise formuliert zu haben.
Diese musikalische Szene offenbart die Absicht einer Jahrhunderte alten Tradition. Begrifflich gesehen meint das Portrait die künstlerische Darstellung einer Person, mit dem Willen, neben der physiognomischen Erkennbarkeit gleichermaßen Charakter und Individualität zum Ausdruck zu bringen.

Die Geschichte des Portraits nimmt ihren Ursprung  zwar in der Vor- und Frühgeschichte, zum Erfolg führten sie aber erst die Künstler der Antike, deren stark idealisierte Abbildungen von Herrschern und Feldherren ihrerseits von der sehr viel realitätsnäheren Portraitkunst des Mittelalters und der Renaissance abgelöst wurde. Erst im 20. Jahrhundert erlaubten sich Künstler, die Motivsuche zu erweitern und, indem sie Menschen aller sozialer Schichten illustrierten, ein Gesellschaftsportrait zu entwerfen.

Dass die Tradition des Portraitierens bis heute ungebrochen ist, wird in den 25 künstlerischen Positionen ersichtlich, die sich auf unterschiedlichste Weise dem Thema nähern. Das klassische Bildnisportrait auf Leinwand ist ebenso vertreten wie die Fotografie, Bildhauerei und die Videokunst. Allein die abwechslungsreiche inhaltliche und formale Annäherung der Künstler dokumentiert das Potential des Themas als unerschöpflich.

Oftmals verknüpft sich die Darstellung eng mit der eigenen Familiengeschichte, die Identifikation des „Ich“ erfolgt neben dem Selbstportrait überdies im Blick auf den Nächsten. Die Sicht auf eine uns rätselhaft erscheinende Gesellschaft versucht sich über das Portrait zu entschlüsseln, wohingegen eine jenseits der Mimesis thematisierte Bildniskunst ihre Ausführung durch geometrisch abstrakte Farbmalerei ebenso erfährt wie durch konzeptuelle Annäherung an formalästhetische Vorgaben.
Dagegen vermag ein Portrait, welches aus Mehl, Eiern und Butter besteht, ganz andere Genüsse hervorzurufen.

Susanne Hinrichs

Norbert Bauer
Eugenia Gortschakova
Theresia Gerding

Es wurde ein Katalog erstellt.

Pressetexte

Presse Weserkurier-gesichtet
Presse Syker Kreisblatt-2006
Presse Prinz-2006-gesichtet
Presse Bremer_2006-gesichtet