Substanz(en)

BBK-Jahresausstellung 2018

22.4. – 7.6.2018

Substanz(en)

Ausstellende Künstlerinnen und Künstler:
Anand Angarag, Benjamin Beßlich, Katja Blum, Claudia Christoffel, Harm Coordes, David Hepp, Effrosyni Kontogeorgou, Ulrike Möhle,
Norman Neumann, Pia Pollmanns, Elianna Renner, Sabine Schellhorn, Franziska von den Driesch, Martin Voßwinkel, Mei-Shiu Winde-Liu und Oliver Zabel

Die Frage nach (der) Substanz im Hinblick auf Kunst erweist sich als hochbedeutend. Und dies nicht nur für die Kunsttheorie und -geschichte, sondern auch für die Praxis der Kunst selbst. Denn der Begriff Substanz ist schließlich ein zentraler Bezugspunkt für die Bestimmung des Kunstobjektes, ob es noch zu verorten ist oder nicht. In der Breite ihrer Möglichkeiten ist sie sowohl materiell wie immateriell, sowohl wissenschaftlich wie spekulativ, sowohl philosophisch wie alltäglich, sowohl symbolisch wie wörtlich, sowohl gesellschaftlich wie privat, sowohl politisch wie apolitisch. So betrachtet, stellt eine thematische Ausstellung, die den Begriff Substanz in seiner gesamten Breite ins Visier nimmt, einen umfassenden Rahmen bereit, um eine Bestandsaufnahme der Kunst durchzuführen. Einerseits bietet die thematische Ausrichtung einen Kontext, damit Merkmale sichtbar werden. Andererseits erfüllt das Format Ausstellung die Aufgaben der Präsentation und Vermittlung dessen, was Künstler in welcher Form auch immer produzieren. Das heißt eine ideale Möglichkeit sowohl für die Reflexion über Kunst wie für die Kunstproduktion selbst. Da der Begriff Substanz die gesamte Vielfalt der Kunst im Hinblick auf die Faktoren Raum (das gegenwärtige globale Kunstsystem) und Zeit (die Geschichte der Kunst) umfassen kann, stellt sich die Definition grundlegender räumlicher und zeitlicher Standpunkte als unbedingt nötig dar. Dies tut die Ausschreibung des Bremer Verbandes Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) für seine diesjährige Jahresausstellung.

Für die Ausschreibung, die offen für alle Medien der bildenden Kunst war und um die sich ausschließlich professionelle Künstlerinnen und Künstler ohne Altersbeschränkung aus der Stadt und der Region bewerben konnten, bestimmte der Verband eine Fachjury, bestehend aus Claudia Seidel (Hafenmuseum Speicher XI), Ingmar Lähnemann (Städtische Galerie Bremen), Nadja Quante (Künstlerhaus Bremen), Wolfgang Zach (Künstler) und dem Kurator der Ausstellung Alejandro Perdomo Daniels.

Wie die Künstlerinnen und Künstler auf diesen bis in die Antike zurückgehenden Begriff eingehen, ist zwischen dem 22. April und dem 17. Juni im Bremer Hafenmuseum Speicher XI zu sehen.

Kurator der Ausstellung:
Alejandro Perdomo Daniels
Hafenmuseum Speicher XI
Am Speicher XI,1
28217 Bremen
www.hafenmuseum-speicherelf.de

Fotograf: Jens Weyers, Bremen 

Die Ausstellung wird freundlich unterstützt von der Karin und Uwe Hollweg Stiftung, der Sparkasse Bremen sowie der Petra und Dieter Frese Stiftung. Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen, ein Künstlergespräch mit unterschiedlichen Teilnehmern der Ausstellung und dem Kurator findet statt am 4. Mai und 18. Mai jeweils um 17 Uhr. Außerdem ist die Ausstellung an der Langen Nacht der Museen am 2. Juni 2018 geöffnet. Eine öffentliche Führung findet an diesem Abend durch die Ausstellung mit Alejandro Perdomo Daniels um 20.30 Uhr statt.

Ausstellungsansicht mit einer Arbeit von Sabine Schellhorn (links) und Pia Pollmanns (rechts)
Ausstellungsansicht mit einer Arbeit von Oliver Zabel (vorn) und Benjamin Beßlich (hinten)
Ausstellungsansicht mit einer Arbeit von Anand Angarag (vorn) und zwei Arbeiten von Ulrike Möhle (hinten)
Ausstellungsansicht mit einer Arbeit von Anand Angarag (vorn) und Martin Vosswinkel (hinten)
Ausstellungsansicht mit einer Arbeit von Harm Coordes
Ausstellungsansicht mit einer Arbeit von Harm Coordes (rechts) und Mei-Shiu Winde-Liu (zentral)
Ausstellungsansicht mit einer Arbeit Mei-Shiu Winde-Liu (vorn) und Effrosyi Kontogeorgou (hinten)
Ausstellungsansicht mit einer Arbeit Pia Pollmanns (links) und Sabine Schellhorn (rechts)
Ausstellungsansicht mit einer Arbeit Pia Pollmanns (links) und Katja Blum (rechts)