Bremer Förderprogramme

Der BBK Bremen hat gemeinsam mit der Cité internationale des arts ein Residenzprogramm für professionelle Bremer Künstler*innen entwickelt.

Das „BBK Bremen – Cité internationale des arts programme“ ermöglicht in seiner vierten Ausgabe einem Künstler oder einer Künstlerin ein dreimonatiges Stipendium an der Cité internationale des arts, einer Künstlerresidenz, die Künstler im Herzen von Paris zusammenbringt.

Das Programm wird jährlich neu ausgeschrieben. Die entsprechenden Termine werden auf dieser Seite bekanntgegeben.

DIE RESIDENCY

Das Stipendium umfasst die An- und Abreise, ein Wohnatelier in der Cité internationale des arts von Anfang August bis Ende Oktober 2023 und einen monatlichen Zuschuss von 1000 Euro.

Cité internationale des arts

Die 1965 gegründete Cité internationale des arts ist ein künstlerischer Residenzkomplex, der Künstler im Herzen von Paris willkommen heißt und es ihnen ermöglicht, ein kreatives oder Forschungsprojekt in allen Disziplinen umzusetzen.

Für einen Zeitraum von zwei Monaten bis zu einem Jahr bietet die Cité internationale des arts Künstlern ein kreatives Umfeld, das offen ist für Begegnungen mit Fachleuten aus dem kulturellen Umfeld.

Jedes Jahr wohnen über 1.200 Künstler*innen aus rund hundert verschiedenen Ländern aus nahezu allen kreativen Disziplinen (Bildende Kunst, Musik und darstellende Kunst, Ausstellungskuratoren, Kunsthistoriker, Schriftsteller und Forscher) in einem der 325 Wohnateliers der Cité internationale des arts, deren Campus zwischen Marais und Montmartre aufgeteilt ist.

Junge Szene und Subkultur Jetzt Projektanträge stellen!

Die Junge Szene und Subkultur realisiert Projekte, die wesentlich geprägt sind durch eine experimentelle Herangehensweise mit nicht-kommerziellen Absichten und vor allem ehrenamtlich organisiert sind. Diese Projekte sind zumeist auf junges Publikum gerichtet und finden abseits sonstiger geförderter oder kommerzieller Angebote statt. Häufig kombinieren sie unterschiedliche Sparten wie zum Beispiel Musik und darstellende Kunst. Teilweise mixen sie Vorträge und partizipative Elemente.

Angesprochen sind auch Netzwerke und kollektive Strukturen ohne gesellschafts- oder vereinsrechtliche Strukturen, die nicht oder kaum in vorhandene Einrichtungen oder etablierte Strukturen wie Landesverbände, Vereine, Nachwuchsorganisationen etc. eingegliedert sind. Aber auch Teams aus Kulturschaffenden, die von Mitwirkenden unter 35 Jahren maßgeblich auch in den Entscheidungsfindungen geprägt werden, oder Start-Ups von Kulturprojekten können sich bewerben.

Als Junge Szene gefördert werden sollen insbesondere im Entstehen befindliche Projekte, mit denen Erfahrungen im Durchführen von Projekten, Veranstaltungen oder sonstigen insbesondere auch neuen Formaten kultureller Präsentation gesammelt werden können.

Für die Antragstellung stehen auf der Website der Kulturbehörde die Antrags-Dokumente online: www.kultur.bremen.de/service/projektfoerderung

Rückfragen beantwortet beim Senator für Kultur Agnieszka Kotlowska: Telefon +49 421 361-19514; E-Mail: jungeszene-sub@kultur.bremen.de.

Wegen der anstehenden Bürgerschaftswahlen wird es voraussichtlich in 2023 nur eine Vergaberunde geben, sind die Akteurinnen und Akteure dieser Szene besonders eingeladen, die laufende Antragsphase zu nutzen, die noch bis 1. März 2023 läuft.

Studienaufenthalte im Ausland

Künstlerförderung – Auslandsstipendien der Bundesrepublik Deutschland

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, die für die Kunstförderung zuständigen Behörden der Länder und die Kulturstiftung der Länder sind übereingekommen, bei der Auswahl von Künstlerinnen und Künstlern für einen Aufenthalt in der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo, der Deutschen Akademie Rom Casa Baldi in Olevano Romano, im Deutschen Studienzentrum in Venedig und in der Cité Internationale des Arts in Paris zu kooperieren.

Die Staatsministerin für Kultur und Medien, die für die Kunstförderung zuständigen Behörden der Länder und die Kulturstiftung der Länder kooperieren seit vielen Jahren erfolgreich bei der jährlichen Vergabe von Auslandstipendien für Künstlerinnen und Künstler in Rom und Olevano Romano, Venedig und Paris.

Vergeben werden Stipendien für Studienaufenthalte in der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo, der Deutschen Akademie Rom Casa Baldi in Olevano Romano und im Deutschen Studienzentrum Venedig. Die Einrichtungen wie die Stipendien werden von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien finanziert. Herausragende Künstlerinnen und Künstler der Sparten Architektur, Bildende Kunst, Literatur und Musik sollen durch Studienaufenthalte in diesen Institutionen gefördert werden. Darüber hinaus ermöglichen die Länder Künstlerstipendien in den „Bundesateliers“ der Cité Internationale des Arts in Paris.

Start des neuen Online-Bewerbungsportals für Künstlerförderung

Mit dem Start der neuen Bewerbungsrunde um Stipendien für Auslandsaufenthalte von Bund und Ländern ändert sich das Bewerbungsverfahren. Künstlerinnen und Künstler bewerben sich ab sofort online über die Kulturstiftung der Länder. Damit entfällt auch das bisherige analoge Verfahren, das die Bewerbung über die zuständigen Behörden der 16 Länder vorsah.

Bewerbungsschluss bleibt weiterhin jeweils der 15. Januar für einen Studienaufenthalt im Folgejahr.

Das Bewerbungsportal www.kulturstiftung.de/auslandsstipendien-von-bund-und-laendern/ ist ab sofort freigeschaltet. Betreut wird es von der Kulturstiftung der Länder, die seit vielen Jahren die Bewerbungs- und Auswahlverfahren für Bund und Länder durchführt.

Vergabeverfahren für Projektanträge und Katalogförderung

 

Der Senator für Kultur fördert Kataloge und künstlerische Vorhaben.
Die Antragsformulare stehen auf der Homepage des Kulturressorts im Bereich Service zur Verfügung.

Anträge sind zu richten an:

Der Senator für Kultur
Altenwall 15/16
28195 Bremen.

Die Anträge sollten enthalten:

den Projekttitel und eine kurze, überschaubare Projektbeschreibung, den Projektbeginn und das geplante Projektende, die künstlerische Biografie und Anschauungsmaterial der bisherigen künstlerischen Arbeit

Folgende Angaben sind bei der Antragstellung unabdingbar:

Adresse, Telefon, Mailadresse und Bankverbindung, ein Finanzierungsplan mit kompletter Darstellung aller Einnahmen und Ausgaben, die durch das geplante Projekt voraussichtlich entstehen werden sowie eine rechtsverbindliche Unterschrift

Visiting Curators

Im Rahmen von Visiting Curators sind  Bremer Künstler*innen eingeladen, sich für einen Atelierbesuch durch eine*n international tätige*n Kurator*in zu bewerben!

Das Projekt ermöglicht Treffen zwischen auswärtigen Kurator*innen und Bremer Künstler*innen. Ziel ist es, Bremer Künstler*innen mit Kuratoren*innen zu vernetzen und ihnen durch Einzelgespräche in ihren Ateliers (oder in einem Raum im Künstlerhaus Bremen) ein professionelles Feedback zu ihrer künstlerischen Arbeit zu ermöglichen.
Fünf international tätige Kurator*innen werden jährlich im Herbst  eingeladen, Bremer Künstler*innen zu besuchen. Sie werden durch Kurator*innen von Bremer zeitgenössischen Kunstinstitutionen (Kunsthalle Bremen, Weserburg, Städtische Galerie, GAK und Künstlerhaus Bremen) ausgewählt.

Wer kann sich bewerben? 

Bewerben können sich alle professionell arbeitenden Künstler*innen aus Bremen, die ihr Studium an einer Kunsthochschule abgeschlossen haben bzw. nachweislich professionell als Künstler*in arbeiten. Es gibt keine Altersbeschränkung.

Das Bewerbungsverfahren

Die Bremer Künstler*innen benennen, mit wem sie sich gerne treffen möchten. Es wird empfohlen eine*n zweite*n Kurator*in als Alternativwahl zu nennen. 
Jede*r Gastkurator*in wählt 6 bis 10 Künstlern*innen aus, mit denen sie sich treffen wird.

Die nächste Ausschreibung wird rechtzeitig auf dieser Seite veröffentlicht!

Visiting Curators ist ein gemeinsames Projekt des Bremer Künstlerverbandes BBK, des Künstlerinnenverbandes Bremen, GEDOK, des Künstlerhauses Bremen, der Städtischen Galerie Bremen und der Hochschule für Künste Bremen.

twogether

Katja Blum wird ab November 2022 in der Bremer Landesvertretung in Brüssel ihr umfangreiches zeichnerisches Werk ein Jahr lang präsentieren. Die Bremer Künstlerin konnte die Jury für die diesjährige Teilnahme an dem neuen Förderformat „twogether – AusGezeichnete ZeichenSetzungen“ in der Bremer Landesvertretung in Brüssel begeistern.

Die diesjährige Gewinnerin Katja Blum.
Foto: Alexandra Schnell

Twogether, das fortan einen neuen Fokus auf die künstlerische Ausdrucksform der Zeichnung legen wird, zeigt ab November eine Auswahl der zeichnerischen Arbeiten von Katja Blum. Die Ausstellung in den Räumlichkeiten der Bremer Landesvertretung in Brüssel läuft über einen Zeitraum von einem Jahr. Die Eröffnung ist am Donnerstag, den 17. November 2022, geplant.

Die Jury, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern des Senators für Kultur und der Bremer Landesvertretung in Brüssel, hatte keine leichte Aufgabe, da sie aus 16 hochkarätigen Einreichungen eine zeichnerische Position auswählen musste. Nach intensiver Prüfung und fachlich eingehender Diskussion über die unterschiedlichen Herangehensweisen an das Medium Zeichnung hat am Ende die Bewerbung von Katja Blum die Jury am meisten überzeugen können.

Die Künstlerin Katja Blum, die nach ihrem Studium der Architektur an der Fachhochschule Dortmund und ihrem Studium der Freien Kunst an der Kunsthochschule Ottersberg seit vielen Jahren fest in Bremen arbeitet und lebt, untersucht in ihren Zeichnungen und Malereien auf vielfältige und beeindruckende Weise das Spannungsfeld zwischen Licht und Raum mit Blick auf Fläche und Linie immer wieder neu und anders. Die Grenzen zwischen Zeichnung, Malerei, Fotografie und Druck sind in ihrem Oeuvre fließend und machen gerade den Reiz ihrer Werke aus. Durch das feine Abstimmen und Übereinanderschichten von hellen und dunklen Flächen sowie einer harten Setzung von klaren Linien und Formen werden Bildräume formiert, die im Laufe der Betrachtung ‚begangen‘, ‚erlebt‘ und ‚erfühlt‘ werden können, aber auch Freiräume für eigene Assoziationen, Bilder und Wahrnehmungen schaffen. Ihre Motive changieren dabei zwischen Abstraktion und neu-konzipierter formaler Konkretisierung: vielfältige Assoziationen an traditionelle Landschaftsbilder, Fensterblicke, Darstellung der Horizontlinie oder Meeresansichten sind ebenso möglich wie an das Sublime bzw. Kontemplative schlechthin.

Der Senator für Kultur gratuliert Katja Blum und freut sich zugleich über den regen Zuspruch und die vielen überzeugenden Einreichungen, die es in diesem Jahr gegeben hat und die als Spiegel der vibrierenden Bremer Kunst-Szene verstanden werden können, die insbesondere auf dem Feld der „Zeichnungen“ ein beeindruckendes Spektrum belegen.

Die ‚ausgezeichnete‘ Bremer Künstlerin, Katja Blum, wird im November in Brüssel für das neue Format den Auftakt machen. Der Titel „twogether – AusGezeichnete ZeichenSetzungen“ bezieht sich auf die gemeinsame Präsentation der Kunst von Katja Blum und die klassisch damit verbundene Lesung, die in diesem Jahr der Autor Matthias Senkel, der im letzten Jahr den Förderpreis des 68. Bremer Literaturpreises von der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung verliehen bekommen hat. Mit Katja Blum und Matthias Senkel werden zwei beeindruckende Künstler:innen in Brüssel im Rahmen der Eröffnung interagieren und auf ihre ganz eigene Art „Zeichen setzen“. Matthias Senkel wird zur Vernissage aus seinem literarischen Werk „Winkel der Welt“ (Matthes&Seitz 2021), für den er im letzten Jahr den Förderpreis erhalten hat, lesen.

Das Ausstellungsprojekt „two-gether – AusGezeichnete ZeichenSetzungen“ ist ein gemeinsames Projekt des Senators für Kultur Bremen, der Bremer Landesvertretung in Brüssel und der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung. Das Projekt wird zusätzlich gefördert durch die WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH.

Bewerbungsschluss war Sonntag, der 04. September 2022

Bremer Förderpreis für Bildende Kunst

Bremer Förderpreis für Bildende Kunst 2022

Der Senator für Kultur vergibt regelmäßig den Bremer Förderpreis für Bildende Kunst. Der Preis wird für besondere Leistungen vergeben. Er ist mit € 6.000 dotiert. Die Preisträgerin oder der Preisträger erhält darüber hinaus eine Einzelausstellung sowie einen Katalogzuschuss in Höhe von € 3.000.

Teilnehmen können alle Künstlerinnen und Künstler bis 40 Jahre, das heißt ab dem Jahrgang 1982, mit abgeschlossenem Studium, die ihren Wohnsitz im Lande Bremen und seinem näheren Einzugsbereich haben. Künstlerinnen und Künstler, die keinen Abschluss einer Kunst-akademie oder einer vergleichbaren Einrichtung vorweisen können, müssen eine dreijährige Ausstellungstätigkeit mit Fachkritik in öffentlichen Medien belegen.

Künstlerinnen und Künstler, die die Altersgrenze von 40 Jahren schon überschritten haben, können sich bewerben, wenn ihr Hochschulabschluss nicht mehr als drei Jahre zurückliegt.

Aktuelle Termine werden auf dieser Seite rechtzeitig bekanntgegeben.

Atelierstipendium

Der Senator für Kultur vergibt jährlich ein zwölfmonatiges Atelierstipendium inklusive eines monatlichen finanziellen Zuschusses für die künstlerische Arbeit an einen oder eine in Bremen lebenden und arbeitenden bildenden Künstler oder Künstlerin. Deren Abschluss eines Kunststudiums an einer Kunstakademie beziehungsweise vergleichbaren Einrichtung darf nicht länger als drei Jahre zurückliegen. Ziel des Stipendiums ist es, junge Künstlerinnen und Künstlern beim Einstieg in das professionelle Berufsleben und bei der Vernetzung im Kunstbetrieb zu unterstützen und zu helfen, ihre künstlerische Arbeit hier zu etablieren. Der Atelierplatz befindet sich im Künstlerhaus Bremen.

Aktuelle Termine werden auf dieser Seite rechtzeitig bekanntgegeben.

Kontakt und weitere Auskünfte:
Nicole Nowak, Tel.: (0421) 361-59799, E-Mail: nicole.nowak@kultur.bremen.de

Das Atelierstipendium 2023 geht an die Künstlerin Rebekka Kronsteiner.

Rebekka Kronsteiner. Foto: Lukas Klose

Das Bremer Atelierstipendium, das der Senator für Kultur zum siebten Mal vergibt, geht 2023 an die 1996 in Überlingen am Bodensee geborene Künstlerin Rebekka Kronsteiner.
Die Künstlerin ist derzeit Meisterschülerin bei Prof. S. Baumkötter an der Hochschule für Künste in Bremen.

Das Bremer Atelierstipendium wird seit 2017 jährlich an eine/n Bremer Künstler:in vergeben und umfasst einen zwölfmonatigen mietfreien Arbeitsraum sowie einen monatlichen finanziellen Zuschuss für die Umsetzung der künstlerischen Arbeit. Es können sich Künstler:innen bewerben, die in Bremen leben und arbeiten und deren erfolgreicher Abschluss eines Kunststudiums an einer Kunstakademie bzw. vergleichbaren Einrichtung nicht länger als drei Jahre zurückliegt.
Ziel des Stipendiums ist, die jungen Künstler:innen beim Einstieg in das professionelle Berufsleben und bei der Vernetzung im Kunstbetrieb zu unterstützen und ihre künstlerische Arbeit vor Ort zu etablieren. Das Künstlerhaus Bremen stellt dafür einen Atelierarbeitsplatz zur Verfügung, ermöglicht den Austausch mit erfahrenen Kolleg:innen sowie einen Einblick in die Praxis eines international vernetzten Ausstellungsraumes. Die Betreuung der Stipendiatin erfolgt durch die künstlerische Leitung des Künstlerhauses und weiterer externer Kurator:innen. Das Stipendium endet mit einer Werkausstellung in der Galerie des Künstlerhauses.

Weitere Informationen finden Sie hier: Atelierstipendium 2023