Bremer Förderprogramme

Vergabeverfahren für Projektanträge und Katalogförderung

Der Senator für Kultur fördert Kataloge und künstlerische Vorhaben.

Die Antragsfrist für das normale Projektmittelverfahren des Senators für Kultur (für Projekte im Jahr 2023) wurde auf den 30.09.2022 vorverlegt!

Die Antragsformulare stehen auf der Homepage des Kulturressorts im Bereich Service zur Verfügung.

Anträge sind zu richten an:
Der Senator für Kultur
Altenwall 15/16
28195 Bremen.

Die Anträge sollten enthalten:
den Projekttitel und eine kurze, überschaubare Projektbeschreibung, den Projektbeginn und das geplante Projektende, die künstlerische Biografie und Anschauungsmaterial der bisherigen künstlerischen Arbeit

Folgende Angaben sind bei der Antragstellung unabdingbar:

Adresse, Telefon, Mailadresse und Bankverbindung, ein Finanzierungsplan mit kompletter Darstellung aller Einnahmen und Ausgaben, die durch das geplante Projekt voraussichtlich entstehen werden sowie eine rechtsverbindliche Unterschrift.

Bremer Förderpreis für Bildende Kunst

Allgemeines zur Geschichte des Bremer Förderpreises

Mit dem Bremer Förderpreis für Bildende Kunst wird seit 1977 jährlich eine Position junger Bremer Kunst ausgezeichnet. Damit gehört er zu den ältesten kontinuierlich vergebenen Kunstpreisen Deutschlands. Er ist mit einem Preisgeld von 6000.- Euro, einer Einzelkatalogförderung sowie einer Einzelausstellung dotiert.

Die Preisträgerin bzw. der Preisträger wird in einem zweistufigen Verfahren bestimmt. Auf die Bewerbung, an der sich Künstler und Künstlerinnen mit einem abgeschlossenen Studium aus Bremen und der Region bis zum 40. Lebensjahr beteiligen können, wählt eine regionale Vorschlagskommission die Teilnehmenden der Ausstellung aus. Künstlerinnen und Künstler, die keinen Abschluss einer Kunstakademie oder einer vergleichbaren Einrichtung vorweisen können, müssen eine 3-jährige Ausstellungstätigkeit mit Fachkritik in öffentlichen Medien belegen. Künstler*innen, die die Altersgrenze von 40 Jahren überschritten haben, können sich bewerben, wenn ihr Hochschulabschluss nicht mehr als drei Jahre zurückliegt.

Aus dieser Ausstellung heraus bestimmt anschließend eine überregionale Jury die Preisträgerin oder den Preisträger.

Bisherige Preisträgerinnen und Preisträger des Förderpreises sind:
Helmut Streich (1977), Thomas Recker (1978), Peter K. F. Krüger (1979), Christa Baumgärtel (1980), Margret Storck (1981), Jürgen Schmiedekampf (1982), Zoppe Voskul de Carnée (1983), Till Meier (1984), Norbert Schwontkowski (1985), Henning Hölscher (1986), Michael Rieken (1987), Marianne Klein (1988), Bogdan Hoffmann (1989), Elke Schloo (1990), Gabriele Konsor (1991), Nikola Blaskovic (1992), Andree Korpys und Markus Löffler (1993), Andreas Schimanski (1994), Veronika Schumacher (1995), Florian Zeyfang (1996), Elisabeth Schindler (1997), Christian Hoischen (1998), Stefan Jeep/Ole Wulfers (1999), Stefan Demming (2000), Astrid Nippoldt (2001), Ralf Tekaat (2002), Derk Claassen (2003), Ralf Küster (2004), Anneli Käsmayr (2005), Sebastian Gräfe (2006), Christian Haake (2007), Preechaya Siripanich (2008), Elianna Renner (2009), Björn Behrens (2010), Max Schaffer (2011), Esther Buttersack (2012), Lena Inken Schaefer (2013), Tobias Venditti (2014), Sebastian Dannenberg (2015), Nora Olearius (2016), Matthias Ruthenberg (2017), Lukas Zerbst (2018), Effrosyni Kontogeorgou (2019), Norman Sandler (2020)

Ausschreibungsunterlagen Bremer Förderpreis für Bildende Kunst 2021

Stipendien für Studienaufenthalte

Künstlerförderung – Auslandsstipendien der Bundesrepublik Deutschland

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, die für die Kunstförderung zuständigen Behörden der Länder und die Kulturstiftung der Länder sind übereingekommen, bei der Auswahl von Künstlerinnen und Künstlern für einen Aufenthalt in der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo, der Deutschen Akademie Rom Casa Baldi in Olevano Romano, im Deutschen Studienzentrum in Venedig und in der Cité Internationale des Arts in Paris zu kooperieren.

Die Staatsministerin für Kultur und Medien, die für die Kunstförderung zuständigen Behörden der Länder und die Kulturstiftung der Länder kooperieren seit vielen Jahren erfolgreich bei der jährlichen Vergabe von Auslandstipendien für Künstlerinnen und Künstlern in Rom und Olevano Romano, Venedig und Paris.

Vergeben werden Stipendien für Studienaufenthalte in der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo, der Deutschen Akademie Rom Casa Baldi in Olevano Romano und im Deutschen Studienzentrum Venedig. Die Einrichtungen wie die Stipendien werden von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien finanziert. Herausragende Künstlerinnen und Künstler der Sparten Architektur, Bildende Kunst, Literatur und Musik sollen durch Studienaufenthalte in diesen Institutionen gefördert werden. Darüber hinaus ermöglichen die Länder Künstlerstipendien in den „Bundesateliers“ der Cité Internationale des Arts in Paris.

Start des neuen Online-Bewerbungsportals für Künstlerförderung

Mit dem Start der neuen Bewerbungsrunde um Stipendien für Auslandsaufenthalte von Bund und Ländern ändert sich das Bewerbungsverfahren. Künstlerinnen und Künstler bewerben sich ab sofort online über die Kulturstiftung der Länder. Damit entfällt auch das bisherige analoge Verfahren, das die Bewerbung über die zuständigen Behörden der 16 Länder vorsah.

Bewerbungsschluss bleibt weiterhin jeweils der 15. Januar für einen Studienaufenthalt im Folgejahr.

Das Bewerbungsportal www.kulturstiftung.de/auslandsstipendien-von-bund-und-laendern/ ist ab sofort freigeschaltet. Betreut wird es von der Kulturstiftung der Länder, die seit vielen Jahren die Bewerbungs- und Auswahlverfahren für Bund und Länder durchführt.

Das Atelierstipendium 2022 geht an die Künstlerin Paula Hurtado Otero

Das Bremer Atelierstipendium, das der Senator für Kultur zum sechsten Mal vergibt, geht 2022 an die 1988 in Kolumbien geborene Künstlerin Paula Hurtado Otero. Seit 2011 lebt und arbeitet die Künstlerin in Bremen. Hier studierte sie Freie Kunst an der Hochschule für Künste in Bremen bei Prof. Ingo Vetter und bei Prof. Natascha Sadr Haghighian, bei der sie 2019 ihren Meisterschüler absolvierte.

Paula Hurtado Otero
Die Künstlerin Paula Hurtado Otero. Foto: Ricardo Nunes

Das Bremer Atelierstipendium wird seit 2017 jährlich an eine Bremer Künstlerin/einen Bremer Künstler vergeben und umfasst einen zwölfmonatigen mietfreien Arbeitsraum sowie einen monatlichen finanziellen Zuschuss für die Umsetzung der künstlerischen Arbeit. Es können sich Künstlerinnen und Künstler bewerben, die in Bremen leben und arbeiten und deren erfolgreicher Abschluss eines Kunststudiums an einer Kunstakademie bzw. vergleichbaren Einrichtung nicht länger als drei Jahre zurückliegt.

Ziel des Stipendiums ist, die jungen Künstlerinnen und Künstler beim Einstieg in das professionelle Berufsleben und bei der Vernetzung im Kunstbetrieb zu unterstützen und ihre künstlerische Arbeit vor Ort zu etablieren. Das Künstlerhaus Bremen stellt dafür einen Atelierarbeitsplatz zur Verfügung, ermöglicht den Austausch mit erfahrenen Kolleginnen und Kollegen sowie einen Einblick in die Praxis eines international vernetzten Ausstellungsraumes. Die Betreuung der Stipendiatin erfolgt durch die künstlerische Leitung des Künstlerhauses und weiterer externer Kuratorinnen und Kuratoren. Das Stipendium endet mit einer Werkausstellung in der Galerie des Künstlerhauses.

Ein künstlerischer Beirat hat Paula Hurtado Otero als Stipendiatin für 2022 empfohlen. Der Beirat besteht aus Mitgliedern, die durch ihre Berufstätigkeit mit der zeitgenössischen bildenden Kunst vertraut sind. Die Begründung lautet:

Paula Hurtado Otero hat die Jury mit ihrem vielfältigen, häufig ephemeren Werk überzeugt, das in vielen Fällen Kollaborationen mit anderen Künstlerinnen und Künstlern und weiteren Akteurinnen und Akteuren einschließt. Die neue Atelierstipendiatin bezieht sich aus ihrer eigenen besonderen Perspektive auf gesellschaftliche Strukturen und Entwicklungen. Dazu eignet sie sich Kulturtechniken, künstlerische Medien, historische Ereignisse und fremde Sichtweisen an, denen sie nachspürt und in neuen und eigenen Erzählungen wiedergibt.

Ihre eigene künstlerische Arbeit und ihren Fokus beschreibt sie selbst als eine „Arbeit am Narrativ“, das sich aus einer persönlich bedingten Fragestellung entwickelt, immer aber seine gesellschaftsrelevante Ebene mitdenkt. Entsprechend prozesshaft sind viele ihrer Projekte, was sie auch zur Grundlage ihrer künstlerischen Arbeit im Atelierstipendium machen möchte. Diese betonte Nutzung der einjährigen Arbeitssituation im Künstlerhaus Bremen als ein kontinuierliches künstlerisches Werk, das sich nicht erst in einer Abschlusspräsentation manifestiert, ist für die Jury ein besonders reizvoller Umgang mit den Möglichkeiten und Bedingungen des Atelierstipendiums, von dem wiederum zahlreiche Impulse für alle zu erwarten sind, die sich während des Stipendienjahres von Paula Hurtado Otero mit ihrer Arbeit an einer neuen Narration beschäftigen.

Visiting Curators

Im Rahmen von Visiting Curators sind  Bremer Künstler*innen eingeladen, sich für einen Atelierbesuch durch eine*n international tätige*n Kurator*in zu bewerben!

Das Projekt ermöglicht Treffen zwischen auswärtigen Kurator*innen und Bremer Künstler*innen. Ziel ist es, Bremer Künstler*innen mit Kuratoren*innen zu vernetzen und ihnen durch Einzelgespräche in ihren Ateliers (oder in einem Raum im Künstlerhaus Bremen) ein professionelles Feedback zu ihrer künstlerischen Arbeit zu ermöglichen.
Fünf international tätige Kurator*innen werden jährlich im Herbst  eingeladen, Bremer Künstler*innen zu besuchen. Sie werden durch Kurator*innen von Bremer zeitgenössischen Kunstinstitutionen (Kunsthalle Bremen, Weserburg, Städtische Galerie, GAK und Künstlerhaus Bremen) ausgewählt.

Wer kann sich bewerben? 

Bewerben können sich alle professionell arbeitenden Künstler*innen aus Bremen, die ihr Studium an einer Kunsthochschule abgeschlossen haben bzw. nachweislich professionell als Künstler*in arbeiten. Es gibt keine Altersbeschränkung.

Das Bewerbungsverfahren

Die Bremer Künstler*innen benennen, mit wem sie sich gerne treffen möchten. Es wird empfohlen eine*n zweite*n Kurator*in als Alternativwahl zu nennen. 
Jede*r Gastkurator*in wählt 6 bis 10 Künstlern*innen aus, mit denen sie sich treffen wird.
Die nächste Ausschreibung wird im Frühjahr 2022 veröffentlicht!
Visiting Curators ist ein gemeinsames Projekt des Bremer Künstlerverbandes BBK, des Künstlerinnenverbandes Bremen, GEDOK, des Künstlerhauses Bremen, der Städtischen Galerie Bremen und der Hochschule für Künste Bremen. Das Format fand 2018 zum zweiten Mal statt und wird vom Künstlerhaus Bremen organisiert.