Nachrichten

Mit großem Entsetzen verfolgt auch die HfK Bremen die Bilder und Berichte aus einem Krieg, in dem rücksichtslos geschossen, gebombt und getötet wird.

Wir verurteilen die militärische Offensive der russischen Regierung auf einen souveränen europäischen Staat aufs Schärfste als Verbrechen gegen das Völkerrecht. Und wir wollen aktiv solidarisch sein.

Die HfK Bremen ermöglicht daher geflüchteten oder gefährdeten Personen auf Grund des Krieges in der Ukraine die kostenlose Gasthörerschaft. Studierenden, die im höheren Fachsemester ihr reguläres Studium an der HfK Bremen fortsetzen wollen, ermöglichen wir nach individueller Prüfung unserer Kapazitäten die reguläre Immatrikulation an der HfK Bremen.

Der HfK-Sozialfonds unterstützt Studierende, die sich in akuter finanzieller Notlage befinden.

https://www.hfk-bremen.de/hfk-sozialfonds

Nothilfefonds für Kulturschaffende aus der Ukraine

Liebe Kunst- und Kulturinteressierte, liebe Künstlerinnen und Künstler,

mit der Beteiligung an einem Nothilfefonds für Kunst- und Kulturschaffende aus der Ukraine, den wir gemeinsam mit dem Goethe-Institut aufgesetzt haben, wollen wir #WeStandWithUkraine praktisch werden lassen. Der Fonds in Höhe von knapp 500.000 Euro unterstützt Kulturschaffende aus der Ukraine durch schnelle Überbrückungshilfen vor Ort und in der Diaspora. Ausgezahlt werden Stipendien von jeweils 2.000 Euro an langjährige Partner beider Institutionen aus dem Kultur- und Sprachbereich etwa für den Erhalt von kulturellen Szenen.

„Beeindruckt davon, wie viele Kultureinrichtungen und Kulturschaffende ihre Kräfte mobilisieren, den bedrohten Ukrainerinnen und Ukrainern unter die Arme zu greifen, üben wir mit unserer Beteiligung am Nothilfeprogramm den Schulterschluss mit allen, die sich gegen die Zerstörung der ukrainischen Kultur stemmen. Wir wissen, dass es ums Überleben geht“, so der Vorstand der Kulturstiftung des Bundes, Hortensia Völckers und Kirsten Haß.

Antragstellung

Antragstellende können beim Nothilfefonds des Goethe-Instituts und der Kulturstiftung des Bundes Vorhaben geltend machen, die auf einen Umgang mit Krisensituationen, eine systematische Unterstützung von geflüchteten Kulturakteuren oder den Erhalt der kulturellen Szenen zielen. Die Vorhaben sollen auch einen strukturierten Ansatz für mittel- und langfristige Projektlinien enthalten. Antragsberechtigt sind freie Künstlerinnen und Künstler oder Kulturakteure aus ukrainischen Kulturinstitutionen, die aktuell und in der Vergangenheit mit dem Goethe-Institut Ukraine, den Kulturgesellschaften der Ukraine oder der Kulturstiftung des Bundes in einem Projekt kooperiert haben.

Förderbedingungen und Ansprechpartner sind ab sofort auf der Website des Goethe-Instituts auf Deutsch, Englisch und Ukrainisch zu finden. Hier besteht auch die Möglichkeit, den Antrag für ein Stipendium zu stellen: www.goethe.de/ukraine-hilfe.

Neben dem Fonds bietet das Goethe-Institut auch Deutschkurse an und stellt auf der Seite „Mein Weg nach Deutschland“ – ebenfalls mehrsprachig – gezielte Informationen für Personen aus der Ukraine bereit: www.goethe.de/meinwegnachdeutschland.

Damit die Nothilfe möglichst schnell ihre Adressatinnen und Adressaten erreicht, würden wir uns freuen, wenn Sie diese Informationen gegebenenfalls an Freunde und Bekannte oder Kolleginnen aus der ukrainischen Kunst- und Kulturszene weiterleiten.

Stoppt diesen Krieg in Europa sofort!

Der BBK Bundesvorstand verurteilt den Krieg Russlands gegen die Ukraine auf das Schärfste. Dieser Krieg bringt unfassbares Leid und Tod für die Menschen in der Ukraine oder auf der Flucht.
Er ist eine barbarische Aggression gegen Demokratie und Kultur. Der Angriff richtet sich gegen ein friedliches Miteinander, für das auch wir uns als Künstlerinnen und Künstler gemeinsam mit der Zivilgesellschaft seit jeher einsetzen.
Der BBK ist in Gedanken bei den Menschen, die jetzt schmerzvoll die Folgen tragen müssen. Ihnen gilt unsere Solidarität und Unterstützung. Wir zollen denjenigen großen Respekt, die sich mutig in Russland gegen diesen Krieg und für Freiheit und Demokratie einsetzen.
Gemeinsam mit anderen Künstlerverbänden, vor allem der Internationalen Gesellschaft der Bildenden Künste, setzen wir uns für eine wirkungsvolle Unterstützung der Menschen in der Ukraine ein, vor allem auch für Künstlerinnen und Künstler.

Stoppt diesen Krieg in Europa sofort!
Respektiert Menschenleben – stoppt das Leiden!
Kehrt umgehend an den Verhandlungstisch zurück!

BBK Bundesvorstand

Informationen zu Hilfsangeboten für ukrainische Künstler*innen sind hier zu finden:

Der Kulturrat veröffentlicht sortiert nach Kultursparten hier: http://www.kulturrat.de/ukraine/.

Der BBK veröffentlicht hier: https://www.bbk-bundesverband.de/ukraine

17. Juni 2022 Symposion & 50 Jahre BBK in der Frankfurter Paulskirche

Back to the roots … auf in die Zukunft: Am 17. Juni 2022 veranstaltet der BBK Bundesverband sein Jahressymposion zur Nachhaltigkeit in der Kunst und feiert seinen 50. Geburtstag – und dies an historischem Ort: In der Frankfurter Paulskirche wurde 1971 seine Gründung auf dem legendären Künstlerkongress beschlossen und ein Jahr später vollzogen.

Weitere Infos hier.

Honoraruntergrenzen, soziale Sicherung und Gabriele Münter Preis
Claudia Roth antwortet auf Fragen des
BBK Bundesverbands

Kultur „brauche ich wie die Luft zum Atmen. Das gilt ganz besonders auch für die Bildende Kunst.“ Die neue Kulturstaatsministerin beantwortet Fragen des BBK Bundesverbands zu ihren Vorhaben im Bereich der Bildenden Kunst. Sie will verpflichtende Honoraruntergrenzen für Einrichtungen des Bundes einführen, sich für ein Staatziel Kultur im Grundgesetz sowie eine Verbesserung der Sozialversicherung und des Urheberrechts im Interesse der Künstler:innen  einsetzen und die Nachhaltigkeit in der Kunstproduktion fördern. Besonders erfreulich: Mit Bundesfrauenministerin Anne Spiegel will sie sich zum
Gabriele Münter Preis austauschen, dem einzigen Preis für Künstlerinnen ab 40 Jahre, der unbedingt wieder vergeben werden muss.

Dazu Dagmar Schmidt und Marcel Noack, BBK-Bundesvorsitzende: „Die Antworten der neuen Kulturstaatsministerin Claudia Roth machen Hoffnung für den Bereich der Bildenden Kunst. Kunstfreiheit, faire Vergütung und soziale Sicherung sind die Themen der Zeit. Verbindliche Honoraruntergrenzen, die Wiedervergabe des Gabriele Münter Preises und eine verbesserte Sozialgesetzgebung für Soloselbständige wären echte Fortschritte! Die Unterstützung des BBK ist ihr für diese Vorhaben gewiss.

Das Interview ist hier nachzulesen.

FORMAT: WALK AND TALK – Drei Spaziergänge

Sonntag, 29. Mai 2022, 15 Uhr
Angela Piplak, Kulturwissenschaftler:in, Bremen
„Wohnen in der Waller Feldmark“
Treffpunkt: Fleetstraße/Ecke Hagenweg, Walle
 
Sonntag, 12. Juni 2022, 15 Uhr
ZEFAK, Aria Farajnezhad, Elard Lukaczik + Zainab Haidary, Künstler:innen + Researcher, Bremen
„It doesn’t have to be concret yet“

Treffpunkt: Bürgermeister-Smidt-Brücke, an der Weser
 
Sonntag, 26. Juni 2022, 15 Uhr
city/data/explosion, Thomas Böker +  Ulf Treger, Bremen/Hamburg
„Should strangers not be lovers?“
Treffpunkt: Haupteingang des Kunst- und Kulturverein spedition, Güterbahnhof Bremen 
 
FORMAT ist eine interdisziplinäre und hybride Veranstaltungsreihe, die von November 2021 bis September 2022 am Güterbahnhof Bremen stattfindet. Die Künstler:innen Mari Lena Rapprich und  Norbert Bauer initiieren eine Reihe aus Gesprächen, Diskussionen, Lecture-Performances und Spaziergängen mit über-/regionalen Gästen.
 
Weitere Infos zu Terminen, Telegramkanal und Echoes unter gb-bremen.de/format , Instagram: @format_veranstaltungsreihe

Web: https://gb-bremen.de/format

Ergebnisse für vier BBK Kurzstipendien in Worpswede 2022

Der Berufsverband Bildender Künstler*innen Bremen (BBK) schrieb das zweite Mal in Kooperation mit den Künstlerhäusern Worpswede e.V.  vier kurze Aufenthalte für jeweils 14 Tage in den Martin Kausche Ateliers in Worpswede aus (vgl. www.kh-worpswede.de).

Gedacht sind die Aufenthalte für professionelle Bremer Künstler*innen, die im Mai 2022 oder November 2022 zum konzentrierten Arbeiten in die direkte Umgebung von Bremen gehen wollen.

Ende März hat sich die Jury für die Entscheidungen der Worpswede-Stipendien des Berufsverbandes in 2022 digital getroffen. Ihr gehörten an: Bhima Griem (Künstler und Teil des Leitungsduos der Künstlerhäuser Worpswede), Ele Hermel (Kuratorin der Galerie Mitte im KUBO, Bremen) und Paula Hurtado (Künstlerin und letztjährige Stipendiatin in Worpswede).

Angesichts der Situation der Geflüchteten aus der Ukraine, die in Bremen und Umgebung angekommen sind, haben sich der Berufsverband und die Künstlerhäuser entschlossen,  eines der vier Arbeitsstipendien für einen geflüchteten Menschen zu öffnen.

Aus den 30 Bewerbungen für die beiden Zeiträume haben die Juroren folgende Künstler*innen ausgewählt:

Mai / Juni

  1. Hassan Sheidaei
  2. Daria Knurenko

und als möglicher Nachrücker: Victor Artiga Rodriguez

November

  1. Irene Strese + Julian Öffler
  2. Edith Pundt

und als möglicher Nachrücker: Toni Erhardt

 

BBK Paris Stipendium 2022

Das öffentlich ausgeschriebene Stipendium für einen dreimonatigen Arbeitsaufenthalt in der Cité International des Arts in Paris ist in einem zweistufigen Juryverfahren entschieden worden:

Im Sommer 2022 wird dorthin der Künstler Armando Duçellari reisen.

Herzlichen Glückwunsch!

Armando Duçellari ist 1990 in Durres, Albanien geboren, hat in Bremen an der HfK studiert, 2019 sein Diplom in der Freien Kunst abgelegt und war 2021 Meisterschüler bei Prof. Heike Kati Barath. Er hat sich mit einem Projekt zur Stadtvermessung und-entwicklung für Paris im Verfahren durchgesetzt.

Bereits zum dritten Mal in Folge organisiert und finanziert der BBK Bremen diesen dreimonatigen Aufenthalt in dem bekannten Atelier- und Wohnkomplex in Paris. Das Stipendium umfasst die Kosten der An- und Abreise, die Miete für das Atelier sowie einen Zuschuss von 1000 € mtl. zu den Lebenshaltungskosten.

Beworben hatten sich 11 professionelle Künstlerinnen und Künstler aus Bremen und umzu mit einem Konzept zum Arbeitsprojekt in Paris. Die Bremer Vorauswahl aus drei Positionen trafen in der Jurysitzung im Dezember Annette Hans (GAK), Amina Brotz (Künstlerin, Stipendiatin aus 2021) und Christian Haake (Künstler).